eBooks zum Ausdrucken?
Geschrieben von Carlo am 20. December 2011 | Abgelegt unter Allgemein
Als Medium ist das Buch unersetzlich. Das merkt man vor allem daran, dass selbst ein digitales Medium, wie das eBook , versucht es zu imitieren. Also stellt sich bald die Frage, ob es in manchen Fällen nicht Sinn macht, ein eBook komplett auszudrucken. Wie Sie sich gewiss vorher denken können, lautet die Antwort: Manchmal, aber nicht immer. Zwar sind brother Druckerpatronen mittlerweile so günstig geworden, dass man es sich öfters leisten könnte ein eBook auf Papier zu bringen, aber sinnvoll genutzt sollte es dann bitteschön sein.
Wo diese Möglichkeit ihren wirklichen nutzen hat, ist im intensiven Studium eines bestimmten Buches. In solchen Phasen muss so schnell zwischen Buchstellen hin und her geblättert werden, dass ein eBook eher unpraktisch wirkt. Auch das Beschreiben einer Buchkopie geht schneller von der Hand, zumal es beim Studium eines Buches häufig so ist, dass neben dem eigentlichen Buch Sekundärliteratur benutzt wird und meistens nicht nur ein Werk. In Zukunft kann zwar damit gerechnet werden, dass Funktionen, welche momentan nur „analog“ zur Verfügung stehen, auch in moderne Modelle mit integriert werden. Aber mehr als eine nützliche Ergänzung beim Heim- oder Bibliotheksstudium wird es nicht werden.
Anders sieht es natürlich aus, wenn wirklich mobil studiert werden soll. Wer z.B. Kunst studiert und sich im Museum weiterbilden will, kann keine zehn Bücher mit sich herum schleppen. Auch auf Reisen bietet das eBook eine wesentlich höhere Flexibilität. Sollte die Verfügbarkeit der Inhalte von Bibliotheken jedoch frei zugänglich werden, etwa durch Bibliotheksaccounts für Studenten, könnte ich mir vorstellen, dass die Bonrollen der Copy-Shops darunter böse zu leiden hätten. Bis dahin gilt: Das Ausdrucken von eBooks ist im Arbeitsfall sinnvoll. Wer sich aber an das fortlaufende lesen auf eBooks gewöhnt hat, sollte dabei bleiben.
Keine Kommentare »