Bayerns gemütlichste Bibliothek…
… befindet sich bei mir zu Hause. Denn auch wenn ich mich ständig in zahlreichen Bibliotheken in ganz Bayern umsehe, lese ich meine Bücher und Geschichten doch am liebsten auf dem heimischen Sofa am Fenster, was jedoch extrem jahreszeitabhängig ist. Das heißt, an kalten und stürmischen Herbsttagen lese ich etwas anderes als im heißen Sommer. In der kalten und dunklen Jahreszeit greife ich am liebsten zu Dramen und Thrillern. Dramen lese ich dabei meist, wenn ich Liebeskummer habe, von Selbstzweifeln geplagt bin oder nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll. Dann ziehe ich den Schiebevorhang zu und werde durch das Buch noch deprimierter, als ich eh schon bin – doch genau das brauche ich dann aber auch. Thriller lese ich, wenn ich etwas Spannung und Action brauche und mir langweilig ist, allerdings auch nur bevorzugt im Herbst oder Winter.
Sobald die Tage wieder länger werden und sich die Sonne öfters zeigt, ändert sich auch mein Leseverhalten. Im Frühling beginne ich damit, fröhlichere Geschichten zu lesen, am liebsten über die Liebe, da die Frühlingsgefühle im Frühjahr einfach steigen. Dann setze ich mich nicht mehr aufs Sofa, sondern an den Küchentisch. Ein lichtdurchlässiges Plissee am Fenster lässt die Sonne leicht in den Raum scheinen und sorgt für Sommerlaune, so dass ich nun am liebsten leichte Sommergeschichten und lustige Storys lese. Im Sommer macht das Ganze dann den größten Spaß, wenn ich mein Lesevergnügen in den Garten verlege und nebenbei von der Sonne gebräunt werde. Zuhause ist es doch am schönsten! Und daher werde ich meine Bücher auch weiterhin am liebsten auf dem Sofa, in der Küche oder im Garten lesen – eben in meiner kleinen, aber feinen Privatbibliothek in Bayern.